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KI & CloudLokale KI oder Cloud
Der Unterschied ist nicht die Qualität, sondern die Frage, was Ihren Rechner verlässt.

Inhalt dieses Beitrags
Die zentrale Wahl beim Einrichten von Machine-Learning-Tools ist, ob Ihre KI-Funktionen auf Ihrem eigenen Rechner oder auf den Servern eines Anbieters laufen sollen. Ein lokales Machine-Learning-Modell läuft auf Hardware, die Ihnen gehört und die Sie kontrollieren; ein Cloud-Modell läuft auf den Servern des Anbieters. Diese Wahl ist entscheidend, weil der Ort der Berechnung bestimmt, wo Ihre Daten landen, wer sie kontrolliert, welche Hardware und Kapazität Sie Geld kosten und wie abhängig Sie von externen Anbietern und Diensten sind.
Wo Ihre Daten landen
Die wichtigste Folge der Wahl zwischen lokaler und Cloud-KI ist, wohin Ihre Daten fließen. Lokale KI läuft vollständig auf Hardware, die Ihnen gehört, sodass die Eingabedaten – was Sie hochladen und eingeben, sowie die Ergebnisse, die Ihre KI generiert – den lokalen Rechner nicht verlassen. Damit haben Sie das Steuer in der Hand, was den Zugriff, die Risiken und die Portabilität Ihrer Daten angeht. Vergleichen Sie das mit einer Cloud-API, bei der Ihre Anfragen und generierten Inhalte zur Verarbeitung an die Server des Anbieters gehen. Schicken Sie ein Dokument zur Analyse an eine Cloud-KI, und dieses Dokument befindet sich nun auf der Infrastruktur des Anbieters. Viele Details der Cloud-Nutzung, des Zugriffs und der Haftung werden durch die Nutzungsbedingungen des Anbieters geregelt. Das bedeutet nicht, dass sie diese Zusagen nicht ändern können, ihre Infrastruktur gehackt werden könnte oder sie sogar pleitegehen und Ihre Daten gefährden könnten.
Was lokale Hardware erfordert
Wenn lokale KI Ihre Daten unter Ihrem Dach behält, ist die Kehrseite, dass sie auch verlangt, dass Sie die Rechenhardware bereitstellen. Ein lokales Machine-Learning-Setup muss Modellgewichte in den Speicher Ihres Rechners laden – also in den RAM, GPU-Speicher oder Unified Memory. Diese Gewichte verleihen der lokalen KI ihre Fähigkeit für die Sprache, das Muster oder die Funktion, die sie erkennen und darauf reagieren soll. Der Speicher, der diese Gewichte aufnimmt, ist die praktische Obergrenze für die Leistung und Größe eines lokalen Modells. Ein Modell mit 30 Milliarden Parametern benötigt über 55 GB Speicher bei voller Präzision. Diese Art von Ressource reicht für viele Aufgaben aus, zeigt aber den grundlegenden Kompromiss zwischen Rechenleistung und Kapazität auf, wenn man an der Hardware-Grenze arbeitet und nicht in der optimierten Infrastruktur eines Anbieters. Lokale Modelle sind oft kleiner und weniger leistungsfähig als gehostete. Neben der Speicherobergrenze ist lokale Hardware im Allgemeinen nicht darauf ausgelegt, ihre gesamte Leistung jederzeit auf einen einzigen Prozess zu konzentrieren – es gibt eine Grenze dafür, wie viel Sie an anderen Benutzeroberflächen, Funktionen und Hintergrundressourcen abschalten können.
Was Cloud-Abrechnung ändert
Wenn Ihr Rechner das benötigte lokale Modell bewältigen kann, kann lokale KI auf Softwareebene eine kostenlose Bereitstellung sein. Sie zahlen vielleicht eine Anschaffungssumme für die Start-Hardware, ja, aber die Berechnung selbst kann nach dieser Anfangsinvestition kostenlos erfolgen. Das ist ein markanter Unterschied zur Nutzungsabrechnung gehosteter KI-Dienste. Ein gehosteter Anbieter wie OpenAI berechnet nach Wortanzahl, pro Container und Nutzungsstunden. Das sind wiederkehrende Kosten, es sei denn, Sie beschränken Ihre Nutzung auf eine feste Anzahl von Aufrufen – und Sie stehen vor einer ständig wachsenden Zahl potenzieller Ausgabenmöglichkeiten, von gehosteten Shell- und Code-Interpreter-Sitzungen bis hin zu Cloud-GPU-Clustern und schlüsselfertigen KI-Apps. Das bedeutet auch ein Leistungsmessgerät statt einer Hardware-Obergrenze. Cloud-Infrastruktur wird gemessen und kann ihre Bereitstellung ändern, um Ihrer Aufgabe gerecht zu werden, ohne dass Sie neue Hardware kaufen müssen.