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Windows & SystemAlte Programme, neues Windows
Kompatibilitätsmodus, Administratorrechte, virtuelle Maschine: welche Schalter in welcher Reihenfolge helfen.

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Viele Nutzer stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung: geliebte alte Software auf ihrem brandneuen Windows zum Laufen zu bringen. Die gute Nachricht ist, dass 64-Bit-Windows die meisten 32-Bit-Anwendungen immer noch problemlos ausführt. Doch was ist mit den wirklich alten Programmen, die auf 16-Bit-Architektur und veraltete Treiber angewiesen waren? Zu verstehen, was Windows noch unterstützt – und wo klare Grenzen liegen – ist entscheidend.
Was noch ohne Eingreifen läuft
Die entscheidende Grenze verläuft zwischen 16-Bit- und 32-Bit-Code. 1 Die 64-Bit-Versionen von Windows unterstützen keine 16-Bit-Binärdateien, was bedeutet, dass Software, die für ältere 16-Bit-Versionen von Windows kompiliert wurde, nicht läuft. Dies betrifft vor allem sehr alte Spiele, Utilities und einige Nischen-Geschäftsanwendungen. 2 Der 64-Bit-Windows-Kernel unterstützt auch keine 32-Bit-Treiber, was die Nutzung alter Hardware erschwert. 3
Wenn Ihr Programm für 32-Bit-Windows kompiliert wurde und keine veralteten Treiber benötigt, stehen die Chancen gut. Die meisten "alten" Heim- oder Office-Anwendungen aus der Zeit vor der 64-Bit-Ära laufen nativ auf modernem Windows ohne Anpassungen. Dazu gehören Produktivitätssuiten, viele Design- und Grafikprogramme sowie die meisten 3D-Anwendungen.
Die erste Option: Kompatibilitätsmodus
Wenn einfache Kompatibilität nicht ausreicht, ist Windows' erste Unterstützungsebene das sogenannte "Kompatibilitätsmodus". 4 In den Eigenschaften eines Programms finden Sie einen Reiter mit der Bezeichnung "Kompatibilität". Hier können Sie Windows anweisen, dem Programm eine ältere Version von sich selbst zu melden. Dies wird häufig genutzt, um Berechtigungsprobleme und Kompatibilitätsprüfungen zu umgehen, indem Windows vorgibt, eine andere Version zu sein. 5
Doch wenn Sie in diesem Fenster ein Zielbetriebssystem auswählen, emuliert der Kompatibilitätsmodus nicht tatsächlich die Umgebung eines klassischen Windows-Rechners. Stattdessen ändert er nur, welche Windows-Version die 6 Anwendung "sieht". Dieser einfache Trick reicht oft aus, um alte Software zum Funktionieren zu bringen. Häufig verfügbar für Windows 95, Windows 98 oder XP.
Die zweite Option: Als Administrator ausführen
Für Anwendungen, die Berechtigungsfehler oder Warnungen über fehlenden Zugriff generieren, ist "Als Administrator ausführen" die nächste Strategie. 6 Diese Option erhöht die Berechtigungen des Programms von "Standardbenutzer" auf volle Administratorrechte.
Oberflächlich betrachtet scheint dies eine simple Berechtigungskorrektur zu sein, doch es geht tiefer als das. Windows verschiebt viele seiner eigenen Ordner aus dem beschreibbaren Bereich des Benutzers und verhindert, dass Programmdateien in ihren eigenen Ordner schreiben. Dadurch werden ältere Programme blockiert, die in ihren eigenen Ordner installieren oder diesen ersetzen mussten. Wenn Sie diese Legacy-Anwendungen mit Admin-Rechten ausführen, erhalten sie wieder den Zugriff, den sie erwarten. 8