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Windows & SystemFehlende DLL-Datei beheben
Die Meldung nennt eine Datei, gemeint ist fast immer ein ganzes Laufzeitpaket. Drei Reparaturen in der richtigen Reihenfolge.

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Wenn ein DLL-Fehler auftaucht, ist die Versuchung groß, einfach eine einzelne Datei herunterzuladen und die Sache damit zu erledigen. Doch dieser scheinbar einfache Reparatur-Trick kann mehr Probleme verursachen als er löst. Eine fehlende oder beschädigte DLL weist oft auf eine fehlende Abhängigkeit oder Laufzeitumgebung hin, statt dass einfach eine Datei gelöscht oder blockiert wurde. Einige der DLLs auf Ihrem System gehören zu Windows und können mit Bordmitteln repariert werden. Andere sind Teil einer Anwendung und – überraschenderweise – lassen sich durch eine Neuinstallation des Programms ersetzen.
Die dritte Kategorie fehlender DLLs sind Microsoft-Laufzeitpakete. Das Installieren des Visual C++ Redistributable oder des DirectX SDK-Pakets kann fehlende Laufzeitdateien für Anwendungen wiederherstellen, statt einzelne Dateien mühsam zusammenzusuchen.
In jedem Fall ist das Herunterladen einer einzelnen DLL von einer Drittanbieter-Website ein Fehler. Doch selbst die Seite, die Microsoft-Pakete hostet, kann nur Bibliotheken wiederherstellen, die eine Anwendung eigentlich mitbringen sollte. Leider löst das nicht das Containerisierungsproblem, das die DLL vermissen lässt.
Statt einzelne DLL-Dateien zu jagen, können Sie die drei möglichen Quellen ins Visier nehmen: Das Betriebssystem, die gebündelte Laufzeitumgebung und das Programm selbst.
Fehlende DLL als Systemdatei behandeln
Was wie ein DLL-Fehler aussieht, kann tatsächlich ein allgemeineres Problem mit Systemdateien sein. Und Microsoft liefert ein Werkzeug dafür.
Falls ein Programm ständig über eine fehlende DLL klagt, könnte ein "Datei nicht gefunden"-Fehler vorliegen. Die DLL sollte eigentlich vorhanden sein, ist es aber nicht. Auf dieser Ebene könnte die Datei tatsächlich gelöscht sein, in Gebrauch oder zum Löschen vorgemerkt.
Windows 10 enthält ein Reparatur-Tool dafür: System File Checker. Bei Verdacht auf einen solchen DLL-Fehler öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen sfc /scannow aus. Prüfen Sie den Bericht; möglicherweise ist ein Neustart nötig, bevor die Reparatur wirkt.
System File Checker repariert Windows-Dateien, aber was, wenn das Problem tiefer liegt? Microsoft empfiehlt, SFC mit DISM-Reparatur zu kombinieren: DISM.exe /Online /Cleanup-image /Restorehealth. Diese Methode verbindet SFC mit einer Offline-Systemimage-Reparatur. Der springende Punkt: Eine unerklärlich fehlende DLL könnte nicht an der DLL selbst liegen, sondern am Betriebssystem, das sie erwartet.
Programm neu installieren
Eine fehlende DLL kann auch auf eine unvollständige oder unterbrochene Programminstallation hinweisen, oder auf eine, die von einem Blockierer wie Antivirus behindert wurde.
Manchmal löst sich ein Installationsprogramm auf und lässt Anwendungsdateien oder -einstellungen zurück. Und manchmal verhindert Antivirus, dass ein Installer in die richtigen Verzeichnisse greift.